Fortbildungen für soziale und pädagogische Berufe
Kurse (33)
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Grund- und Zusatzqualifizierung Praxismentoring
Die fachliche Anleitung, Beratung und Unterstützung der Auszubildenden wird als Praxismentoring bezeichnet und wird in der bundesweiten Diskussion über die Qualität der Fachkräfteausbildung immer wieder als wesentliches Qualitätsmerkmal einer beruflichen Ausbildung genannt.
Durch die Anleitung, Beratung und Unterstützung leisten Praxismentor*innen in Kitas einen wesentlichen Beitrag zu der Entwicklung der Persönlichkeit und der Professionalität der Auszubildenden. Ein konzeptionell verankertes Praxismentoring stärkt nicht nur die Ausbildungsqualität, sondern auch die Qualität der Arbeit in Kitas.
Die Grundqualifizierung besteht aus insgesamt fünf thematisch strukturierten Modulen und richtet sich mit einem Umfang von 48 Unterrichtseinheiten an pädagogische Fachkräfte, die mit der Aufgabe des Praxismentorings betraut sind bzw. sein werden.
Inhalte:
1. Identität als Praxismentorin/ Praxismentor entwickeln
2. Praktische Ausbildung planen und begleiten
3. Auszubildende in der pädagogischen Arbeit beobachten und beurteilen
4. Auszubildende beraten
5. Mit Auszubildenden reflektieren
Die 24 UStd. umfassende Zusatzqualifizierung ermöglicht den Erwerb von Kompetenzen für übergeordnete einrichtungs- oder trägerbezogene Aufgaben im Bereich der Organisation, Weiterentwicklung und Verankerung des Praxismentorings.
Deeskalierende Gesprächsführung im Schulalltag
In dieser Fortbildung lernen die Teilnehmenden, Konflikte im Schulalltag professionell, empathisch und deeskalierend zu begleiten. Vermittelt werden Grundlagen der Konfliktdynamik, verbale und nonverbale Deeskalationstechniken, Strategien zur Selbstregulation sowie Präventionsansätze zur frühzeitigen Konflikterkennung. Praxisnahe Rollenspiele und Fallbeispiele unterstützen dabei, Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen zu gewinnen und eine persönliche „Tool-Box“ für den Berufsalltag zu entwickeln.
Hochsensibilität im pädagogischen Alltag verstehen und begleiten
Hochsensible Kinder und Jugendliche zeichnen sich durch eine besonders differenzierte Wahrnehmung und ein intensives emotionales Erleben aus. Sie verfügen häufig über eine ausgeprägte Beobachtungsgabe, ein hohes Maß an Empathie sowie ein starkes Interesse an künstlerischen, musikalischen oder naturbezogenen Themen. Gleichzeitig stellen hohe sensorische Empfindlichkeiten, z. B. gegenüber Geräuschen, Gerüchen oder Berührungen, sowie eine erhöhte Reizverarbeitung pädagogische Fachkräfte vor besondere Herausforderungen. Neue oder unübersichtliche Situationen können bei diesen jungen Menschen zu Rückzug oder emotionaler Überforderung führen. In dieser Fortbildung erhalten Sie fundiertes Wissen über Hochsensibilität im Kindes- und Jugendalter. Sie lernen, wie Sie hochsensible Kinder und Jugendliche gezielt unterstützen, ihre Ressourcen erkennen und stärken sowie ihre Bedürfnisse achtsam in die pädagogische Arbeit integrieren können. Schwerpunkte der Fortbildung: - Merkmale und Abgrenzung von Hochsensibilität im Vergleich zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen - Pädagogische Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit hochsensiblen Kindern und Jugendlichen - Förderung von Selbstregulation und Resilienz - Gestaltung unterstützender Rahmenbedingungen Nutzen Sie diese Fortbildung, um Ihre pädagogische Handlungskompetenz zu erweitern und hochsensible junge Menschen in ihrer Entwicklung feinfühlig und wirksam zu begleiten.
"Sprachreich" - Logopädisch orientierte Sprachförderung im Kita-Alltag
„Sprachreich“ ist eine logopädisch orientierte Sprachförderung, die individuell in jeden Kindergarten integriert werden kann und kein zusätzliches Material benötigt. „Sprachreich“ ist entwicklungs-, verhaltens-, kommunikations-, alltags- und praxisorientiert.
Ziele
- Fachliche Begleitung der kindlichen Sprachentwicklung
- Kenntniserweiterung über Grundlagen zum Spracherwerb
- Sprachentwicklung sowohl einsprachig als auch bei Mehrsprachigkeit
- Information zur Sprachstandserfassung, zu Sprachstörungen und Sprachförderung
- Praktische Umsetzung im Kindergartenalltag
- Abgrenzung Sprachförderung / Sprachtherapie
- Elternberatung zum Thema Sprachkompetenz - Hilfsangebote für Eltern
- Kooperation mit der Grundschule
Fortbildungsbescheinigung (dbl) nach Abschluss des Seminars.
Dieses Seminar ist als Inhouse-Seminar für Kindertagesstätten oder ähnliche Einrichtungen buchbar.
Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Eva Mathias, Tel.: (04931) 1870-113, E-Mail: e.mathias@kvhs-aurich-norden.de
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Brigitta Strauß
Systemische*r Familienberater*in
Die Fortbildung zum/zur „Systemischen Familienberater*in“ legt Gewicht auf die Reflexion eigener Familienthemen und das praktische Einüben der systemischen Beraterhaltung. Die Teilnehmenden lernen an konkreten eigenen Anliegen und Fällen aus ihrer beruflichen Praxis und verbinden so kraftvoll und praktisch Selbsterfahrung, persönliche Entwicklung und Einüben der Methodenkompetenz.
Konsequente Ressourcenorientierung, Übungsauswertungen, achtsame Körperarbeit, kurze Theorie-Inputs und schriftliche Anleitungen sorgen für eine wertschätzende, kreative und lebendige Lernatmosphäre.
Ziele:
• sich selbst und die Beratungsfunktion als Teil eines bzw. mehrerer Systeme erfahren und dazu das eigene Handeln kritisch reflektieren
• eigene Bindungen und erlernte (Familien-)Muster identifizieren und – soweit möglich – auflösen, um präsent klar und einfühlsam mit sich und anderen umgehen zu können
• Erweiterung der Handlungskompetenzen, insbesondere bzgl. Anwendung systemischen Fragens und bewährter (Kurz-)Interventionen
Inhalte:
• Einführung in systemische Modelle und Sichtweisen
• Familientypologien
• Modelle und Regeln in Familiensystemen
• Familiendynamiken, Familienstrukturen
• Ressourcenorientierung in der Beratung
• Skulpturarbeit, Arbeit mit dem Familienbrett
• Rituale zur klaren Generationenabgrenzung
• systemisches Fragen, Minimax-Interventionen
• Grundlagen des zirkulären Fragens
• Umgang mit Konflikten in Familien
• Gewalt und Sucht in Familien
• Kriseninterventionen und Methoden der Deeskalation
• weitere hilfreiche Interventionsstrategien
• Reflexion der eigenen (Berater-) Rolle
• gegenseitige Supervision
Methoden:
• kurzen Lehrvorträgen folgen Diskussionen in Kleingruppen bzw. im Plenum
• Visualisierung an Flip-Chart und Pinnwänden
• Erarbeitung der Praxisteile und Übungen in Kleingruppen mit anschließendem Erfahrungsaustausch und Plenumsauswertung
• vertieftes Üben der Beratungsansätze in selbst organisierten Kleingruppen zwischen den Seminaren
• praktische Erprobung der erlernten Methoden in der beruflichen Praxis, Supervision
• Unterstützung des Lernens durch Übungsblätter, mit Erläuterungen und Hintergrundinformationen
• Fallbeispiele aus der beruflichen Praxis der Teilnehmenden und eigenen Erfahrungen mit Familie
In den ersten Seminartagen steht die Selbsterfahrung im Vordergrund. Dann verlagert sich das Lernen zunehmend auf Interventionen für das eigene Praxisfeld.
Geschichten & Bilderbücher kreativ erzählen
Für die Phantasie und die Entwicklung von Kindern sind Geschichten und Bilderbücher sehr wertvoll. Um das Vorlesen von bereits bekannten Geschichten und Bilderbüchern auch in Zukunft interessant zu gestalten, lernen Sie in diesem Kurs verschiedene Methoden kennen - wie zum Beispiel den Geschichtenkoffer, Flanellgeschichten, Storycoins oder Dominogeschichten. Sie fertigen darüber hinaus eine eigene „Dosengeschichte“ an. Bitte mitbringen: Eine leere Pringlesdose
Kinder lieben Grenzen - und brauchen das Abenteuer mit all seinen Risiken
Jede große Veränderung und jeder Entwicklungsschritt ist mit einem Risiko verbunden. Fehler zu machen gehört untrennbar zum Lernen dazu. Bevor ein Kind laufen kann, nimmt es viele kleine Risiken in Kauf. Es fällt, steht wieder auf und lässt sich auch durch schmerzhafte Erfahrungen nicht entmutigen. Mit Begeisterung folgt es seiner angeborenen Neugier, entdeckt die Welt und wächst an ihr. Wie pädagogische Fachkräfte diese natürlichen Entwicklungsprozesse begleiten, beeinflusst maßgeblich, ob Kinder ihre Begeisterungsfähigkeit und Lernfreude ein Leben lang bewahren können. Im Kurs wird erarbeitet, welche Rahmenbedingungen und welche Haltung Fachkräfte brauchen, um Kinder in ihren Abenteuern zu unterstützen und welche Formen der Kommunikation dabei helfen, ihre angeborenen Potenziale zu fördern.
Gewalt verstehen und professionell handeln - Kontakt erleben, Sicherheit spüren
Die Fortbildung richtet sich an alle, die ihre Handlungssicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen stärken und ihr eigenes berufliches Handeln bewusst reflektieren und
weiterentwickeln wollen. Gerade in Situationen mit Konflikten, Grenzverletzungen oder Gewalt wird deutlich, wie anspruchsvoll diese Arbeit ist. In solchen Momenten geht es nicht nur darum, „richtig“ zu handeln, sondern in Verbindung zu bleiben, Orientierung zu geben und zugleich bei sich selbst zu bleiben. Die Fortbildung vermittelt praxisnahes Wissen und lädt dazu ein, die Dynamiken hinter herausfordernden Situationen besser zu verstehen. Grundlage sind unter anderem – angelehnt an die Phaemoberatung® – das Kontaktmodell und der Gewaltkreislauf, die Haltung „Ich bin okay – du bist okay“ sowie das Eisbergmodell. Diese Ansätze unterstützen dabei, hinter das sichtbare Verhalten zu schauen und die dahinterliegenden Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen. Neben fachlichen Impulsen bietet die Fortbildung Raum für persönlichen Austausch und Reflexion in einer vertrauensvollen Atmosphäre. Ziel ist es, die eigene professionelle Haltung zu stärken und mehr Sicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen zu entwickeln.
Die Fortbildung umfasst zwei Termine à 6 UE im Abstand von zwei Wochen. So bleibt Zeit, erste Impulse im beruflichen Alltag auszuprobieren und die gemachten Erfahrungen im zweiten Termin gemeinsam zu reflektieren und zu vertiefen
Qualifizierung von Leitungen von Kindertageseinrichtungen
Die Leitung einer Kindertageseinrichtung nimmt eine Schlüsselposition für die Qualität der Umsetzung des Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrags sowie der Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit in Kitas ein. Ihre Aufgaben sind sehr vielfältig und hängen zusätzlich von verschiedenen Faktoren wie z.B. Größe der Einrichtung, Träger, Sozialraum und Zusammensetzung des Teams ab.
Zu ihren Aufgaben zählen:
Umsetzung des Erziehungs- und Bildungsauftrags
Betriebsführung und das Management einer Einrichtung
Reflexion und stetige Weiterentwicklung der eigenen Leitungsrolle und Leitungspersönlichkeit, Selbstmanagement und fachliche Positionierung
Führung von Mitarbeitenden
Zusammenarbeit und Kooperation, beispielsweise mit relevanten Akteurinnen und Akteuren im Sozialraum
Organisations- und Qualitätsentwicklung
Um dieser Vielfalt an Aufgaben und den damit verbundenen bildungs-, familien- und gesellschaftspolitischen Ansprüchen gerecht werden zu können, benötigen Kita-Leitungen ein breites Spektrum an Kompetenzen. Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis haben gemeinsam mit dem Niedersächsischen Kultusministerium dieses umfangreiche Curriculum konzipiert.
Die Fortbildung besteht aus 6 Modulen. Zusätzlich zur Präsenszeit von mind. 120 UE sind weitere Übungs- und Selbstlernphasen der Teilnehmenden eingeplant. Für jedes der sechs Module ist eine Transferaufgabe für die Praxis zu bearbeiten. Nach erfolgreicher Teilnahme an der Grundqualifizierung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat des Nds. Kultusministeriums.
Der Kurs richtet sich vorrangig an Leitungen und stellvertretende Leitungen von Kindertageseinrichtungen im Landkreis Aurich und wird im Auftrag des Amtes für Jugend und Soziales durchgeführt. Kostenfrei teilnehmen können nur Leitungskräfte aus Kitas im Landkreis Aurich, die für diese Tätigkeit über ein festgelegtes Stundenkontingent verfügen. Bei freien Kapazitäten ist eine Teilnahme externer Interessierter möglich. Die Kurskosten sind in diesem Fall vollständig selbst zu tragen.
Zwischen Puppen und Treckern: Geschlechtersensibel durch den Kita-Alltag
In diesem Seminar setzen wir uns intensiv mit dem Thema der geschlechtersensiblen Pädagogik in der frühkindlichen Bildung auseinander. Neben theoretischen Impulsen werden Sie durch praktische Übungen und Diskussionen die Möglichkeit bekommen, Ideen und konkrete Maßnahmen für Ihren Kita-Alltag zu entwickeln. Dabei geht es nicht nur um die Förderung von Chancengleichheit, sondern auch um die Unterstützung der Kinder in ihrer individuellen Identitätsfindung.
Wir beschäftigen uns u.a. mit folgenden Fragen:
- Was bedeutet es, die Geschlechterperspektive in die pädagogische Arbeit einzubeziehen?
- Welche gesellschaftlichen Erwartungen werden an Geschlechter gestellt und wie wirken diese auf das Verhalten und die Entwicklung von Kindern?
- Wie können wir Kindern ermöglichen, sich jenseits von traditionellen Rollenerwartungen zu entfalten?
Religiöse Vielfalt in der Kita - Unterschiede achten, Gemeinsamkeiten stärken
„Wir feiern Weihnachten!“, „Wir feiern Mevlid Kandili!“ - unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Feste, unterschiedliche Bräuche, aber ein gemeinsamer Alltag in Kita oder Schule. Wie können Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte andere Kulturen kennenlernen, wenn oft schon die eigenen Traditionen nicht mehr bewusst sind? Wie kann ein wertschätzender Austausch über Glauben und Feste gelingen? Dieses Seminar lädt dazu ein, den Blick über den Tellerrand zu werfen und religiöse Vielfalt als Chance zu begreifen. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über verschiedene Religionen, insbesondere über das Christentum und den Islam. Dabei stehen nicht Unterschiede im Vordergrund, sondern das gegenseitige Verstehen und das Bewusstsein für Gemeinsamkeiten. Im Mittelpunkt steht der Austausch über praktische und kreative Möglichkeiten, religiöse Feste in der Kita kindgerecht und mit Offenheit und Respekt zu thematisieren, ohne zu bewerten. Die Teilnehmenden erweitern so ihr Wissen über religiöse Vielfalt und entwickeln Ideen, wie diese im pädagogischen Alltag achtsam und lebendig vermittelt werden kann.
Mehrstimmig in der Kita
Mehrsprachigkeit gehört zum Alltag frühkindlicher Bildungseinrichtungen. Diese Fortbildung zeigt, wie Kinder in ihrem sprachlichen Alltag durch Musik und Bewegung aktiv unterstützt werden können. Es wird aufgezeigt, wie Lieder, rhythmische Sprechverse und musikalische Spielstücke genutzt werden können, um die verschiedenen Erstsprachen der Kinder in den Kita-Alltag einzubinden und ihre Identität zu stärken. Gleichzeitig wird das Potenzial für die Förderung des Spracherwerbs aller Kinder - auch Deutsch als Zweitsprache - beleuchtet. Teilnehmende lernen praxisnah Methoden der elementaren Musikpädagogik kennen, die sich direkt im Morgenkreis und in anderen Alltagssituationen einsetzen lassen. Ziel ist es, Mehrsprachigkeit hörbar und erlebbar zu machen und die Vielfalt der Kindergruppe wertschätzend einzubeziehen.
Ringen und Raufen - Sinnvolles Kräftemessen in Kita- und Grundschulalltag
Wenn Kinder im Kita- und Grundschulalltag raufen, wird dieses sehr unterschiedlich wahrgenommen. Aber was steckt eigentlich dahinter? Warum raufen Kinder? Welche Rahmenbedingungen müssen wir schaffen, damit Ringen und Raufen zu einem „sinnvollen“ Kräftemessen werden? Diese und weitere Fragestellungen sowie die Selbsterfahrung für alle Teilnehmenden stehen im Vordergrund dieses Workshops. Kursinhalte sind u.a.: - Bewegungsfreude erleben - Teamspiele - Spiele mit leichtem Körperkontakt - Ringen und Raufen - Theoretische Grundlagen Dieser Workshop ist mit 5 Lerneinheiten anerkannt für das „Markenzeichen Bewegungskita“. Bitte mitbringen: Hallenschuhe, sporttaugliche Kleidung, Getränke, Verpflegung.
Medienkompetent von Anfang an - Medienbildung im Kita-Alltag leben und gestalten
Digitale Medien gehören längst zur Lebenswelt von Kindern. In diesem praxisorientierten Workshop reflektieren die Teilnehmenden das Mediennutzungsverhalten von Kindern im Kita-Alter und erhalten grundlegendes Wissen über Chancen und Risiken früher Mediennutzung. Gemeinsam wird erarbeitet, wie Medienbildung im pädagogischen Alltag verankert und Kinder altersgerecht im Umgang mit digitalen Medien begleitet werden können. Dabei werden praxisnahe Methoden und Materialien vorgestellt, von Bilderbuch-Apps über digitale Geschichten bis hin zum kreativen Einsatz von Tablets. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit Familien: Wie kann über Mediennutzung ins Gespräch gekommen werden, welche Herausforderungen bestehen, und wie lassen sich Eltern in ihrer Medienerziehung unterstützen? Ziel ist es, erste Handlungskompetenzen im Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln und Sicherheit im pädagogischen Alltag zu gewinnen.
Borderline verstehen – sicher begleiten ohne auszubrennen
Menschen mit Borderline-Dynamiken stellen Fachkräfte oft vor besondere Herausforderungen. Dieses Seminar vermittelt ein
verständliches Bild der Störung, typische Beziehungsmuster und konkrete Handlungsmöglichkeiten – mit Fokus auf Selbstschutz und professionelle Klarheit.
Inhalte:
- Grundlagen der Borderline-Persönlichkeitsstörung
- Emotionsregulation & Impulsivität
- Spaltung, Idealisierung, Abwertung
- Umgang mit Krisen
- Skills aus der DBT für den Alltag
- Nähe-Distanz-Balance & Selbstfürsorge
Lernziele:
- Verständnis für Dynamiken & Muster
- Umgang mit Krisen
- Selbstschutz & professionelle Grenzen
Innehalten - Selbstfürsorge - Konflikte lösen
Wie gehe ich mit Konflikten um?
Wie gehe ich mit meinen Gefühlen und Bedürfnissen um?
Wie schaffe ich es, bei all dem Stress bei mir selbst zu bleiben?
In diesem Seminar geht es um lösungsorientierte Reflexionen und Übungen aus der systemischen Toolbox: Imaginationen, Selbstwahrnehmung, Inneres Team, Perspektivenwechsel, Muster und Musterunterbrechung, Zielentwicklung, Mediation, Aufstellungen, kreatives Gestalten u.a.m.
Willi Ennulat hat 30 Jahre als klinischer Suchttherapeut und Familientherapeut gearbeitet und ist nun in der Ausbildung systemischer Berater*innen tätig.
Handwerkliche Kompetenzen für die pädagogische Praxis - einfache Arbeiten mit Holz
Handwerkliche Tätigkeiten fördern Kreativität, Konzentration, Feinmotorik und Problemlösekompetenz und bieten zugleich einen wertvollen Ausgleich zum digitalen Alltag. In diesem Workshop erfahren pädagogische Fachkräfte, wie einfache Holzarbeiten sinnvoll in die Arbeit mit Kindern integriert werden können. Im theoretischen Teil geht es um die Bedeutung von Handwerk für die kindliche Entwicklung, die Planung altersgerechter Projekte, Materialkunde und Sicherheit sowie die Rolle der anleitenden Person. Im praktischen Teil werden Grundtechniken der Holzbearbeitung vermittelt – vom Schnitzen bis zur Herstellung kleiner Werkstücke wie Pfeile oder Holzfiguren. Zusätzlich gibt es Tipps zur Umsetzung mit Kindergruppen. Der Workshop richtet sich an Erziehende und pädagogische Fachkräfte, die praxisnahe, kreative Methoden für ihre Arbeit suchen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.
Kindertagesstätten zwischen Krise und Karriere
Kindertagesstätten stehen aktuell vor einem tiefgreifenden Wandel: Fachkräftemangel, hohe Fluktuation und steigende Anforderungen prägen den Alltag von Trägern und Leitungsteams. Gleichzeitig eröffnen sich neue Chancen – insbesondere durch innovative Personalentwicklung, strategische Organisationsführung und den reflektierten Einsatz digitaler und KI-gestützter Tools.
Aktuelle Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit:
„Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sind nach den ersten zwölf Monaten nur noch 61 % der Erzieher*innen im Kernbereich ihres ursprünglichen Berufs tätig. Nach weiteren neun Jahren sinkt dieser Anteil auf 24 %. Unter der Beachtung von Rückkehr, Wegzug und Berufswechsel geht langfristig über ein Viertel der niedersächsischen Fachkräfte verloren.“ (Quelle: DGB Niedersachsen, Schlaglicht 07.10.2025)
Dieser Fachtag lädt Träger und Entscheidungsträger*innen ein, neue Wege in der Personal- und Organisationsentwicklung zu denken – jenseits klassischer Konzepte und mit einem Blick auf die Zukunftsfähigkeit des Systems Kita.
Psychomotorik erleben & begreifen
Die Bewegung ist der Schlüssel zur kindlichen Entwicklung. Durch den steigenden Medienkonsum wird u.a. die Wichtigkeit von Bewegungsangeboten in Kitas, Schulen und Sportvereinen immer deutlicher. Dabei sollten die individuellen Interessen und Ressourcen der Kinder zu einem ganzheitlichen Bewegungsangebot führen. In diesem psychomotorischen Basisworkshop steht die Selbsterfahrung für alle Teilnehmenden im Vordergrund. Ausgerichtet ist dieser auf Kinder zwischen 3 - 10 Jahre.
Diese Fortbildung ist mit 8 Lerneinheiten anerkannt für das „Markenzeichen Bewegungskita“.
Bitte mitbringen: Hallenschuhe, sporttaugliche Kleidung, Getränke, Verpflegung.
Bedürfnisorientierte Pädagogik - Kinder verstehen durch Perspektivwechsel
Kinder drücken ihre Bedürfnisse oft durch lautes, widersprüchliches oder zurückgezogenes Verhalten aus. Solche Situationen können pädagogische Fachkräfte im Alltag herausfordern. Doch was steckt hinter diesem Verhalten und wie kann angemessen darauf reagiert werden?
Die bedürfnisorientierte Pädagogik lädt dazu ein, kindliches Verhalten nicht vorschnell zu bewerten, sondern Bedürfnisse wahrzunehmen und feinfühlig zu begleiten. In dieser Tagesfortbildung setzen sich pädagogische Fachkräfte mit dem Perspektivenwechsel als Grundlage bedürfnisorientierter Pädagogik auseinander und reflektieren dabei auch die eigene pädagogische Haltung. Fachliche Impulse zu Grundbedürfnissen, Co-Regulation und Grenzen werden mit praxisnahen Beispielen und konkreten Handlungsmöglichkeiten verbunden. Ziel ist es, Kinder klar, wertschätzend und beziehungsorientiert im Alltag zu begleiten.