Umgang mit besonderen Bedarfen
Kurse (6)
Loading...
Hochsensibilität im pädagogischen Alltag verstehen und begleiten
Hochsensible Kinder und Jugendliche zeichnen sich durch eine besonders differenzierte Wahrnehmung und ein intensives emotionales Erleben aus. Sie verfügen häufig über eine ausgeprägte Beobachtungsgabe, ein hohes Maß an Empathie sowie ein starkes Interesse an künstlerischen, musikalischen oder naturbezogenen Themen. Gleichzeitig stellen hohe sensorische Empfindlichkeiten, z. B. gegenüber Geräuschen, Gerüchen oder Berührungen, sowie eine erhöhte Reizverarbeitung pädagogische Fachkräfte vor besondere Herausforderungen. Neue oder unübersichtliche Situationen können bei diesen jungen Menschen zu Rückzug oder emotionaler Überforderung führen. In dieser Fortbildung erhalten Sie fundiertes Wissen über Hochsensibilität im Kindes- und Jugendalter. Sie lernen, wie Sie hochsensible Kinder und Jugendliche gezielt unterstützen, ihre Ressourcen erkennen und stärken sowie ihre Bedürfnisse achtsam in die pädagogische Arbeit integrieren können. Schwerpunkte der Fortbildung: - Merkmale und Abgrenzung von Hochsensibilität im Vergleich zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen - Pädagogische Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit hochsensiblen Kindern und Jugendlichen - Förderung von Selbstregulation und Resilienz - Gestaltung unterstützender Rahmenbedingungen Nutzen Sie diese Fortbildung, um Ihre pädagogische Handlungskompetenz zu erweitern und hochsensible junge Menschen in ihrer Entwicklung feinfühlig und wirksam zu begleiten.
Trauma sensible Pädagogik
Im ersten Teil geht es um „Verstehen - Erkennen - Haltung“
Im Seminar werden grundsätzliche Inhalte der Trauma sensiblen Pädagogik vermittelt. Am ersten Seminartag werden neben medizinischen und neuropsychologischen Aspekten auch erste pädagogische Fragestellungen bearbeitet. Es wird u.a. den Fragen nachgegangen: Woran erkenne ich ob mein Gegenüber Trauma belastet ist? Welche Auswirkungen hat das für den Betroffenen und welche für die gemeinsame Arbeit? Was versteht man unter Trauma sensibler Pädagogik?
Der zweite Teil widmet sich der professionellen Haltung, Schwerpunkt: Umsetzung in Konzeption und täglicher Arbeit
Dabei wird die eigene professionelle Haltung reflektiert. Was bedeutet mein Wissen über Trauma und Traumafolgestörung für meine tägliche Arbeit? Wie kann Trauma sensible Pädagogik in unserem Arbeitsfeld eingebettet werden? Welche Hilfen und Maßnahmen unterstützen meine Klienten und dienen der langfristigen positiven Persönlichkeitsentwicklung?
Borderline verstehen – sicher begleiten ohne auszubrennen
Menschen mit Borderline-Dynamiken stellen Fachkräfte oft vor besondere Herausforderungen. Dieses Seminar vermittelt ein
verständliches Bild der Störung, typische Beziehungsmuster und konkrete Handlungsmöglichkeiten – mit Fokus auf Selbstschutz und professionelle Klarheit.
Inhalte:
- Grundlagen der Borderline-Persönlichkeitsstörung
- Emotionsregulation & Impulsivität
- Spaltung, Idealisierung, Abwertung
- Umgang mit Krisen
- Skills aus der DBT für den Alltag
- Nähe-Distanz-Balance & Selbstfürsorge
Lernziele:
- Verständnis für Dynamiken & Muster
- Umgang mit Krisen
- Selbstschutz & professionelle Grenzen
Herausfordendes Verhalten bei Kindern verstehen und begleiten
Kinder, die stark herausfordernd wirken und Grenzen austesten, stellen pädagogisches Fachpersonal immer wieder vor besondere Aufgaben. Sie zeigen sich zum Beispiel wütend, impulsiv, zappelig, streitlustig, laut, verträumt, unsicher oder sehr zurückgezogen. Vor allem im Gruppenkontext können solche Verhaltensweisen die Arbeit mit allen Beteiligten erschweren, während dieselben Kinder in Einzelsituationen oft gut zurechtkommen. Gleichzeitig bringen "verhaltensoriginelle" Kinder viele positive Eigenschaften mit: Sie sind häufig energiegeladen, neugierig, spontan, hilfsbereit, witzig oder sensibel. In diesem Seminar lernen Sie neue Sicht- und Denkweisen im Umgang mit verhaltensoriginellen Kindern kennen und erweitern Ihre Handlungskompetenz im pädagogischen Alltag. Inhalte: - Verhaltensgestört, verhaltensauffällig oder verhaltensoriginell – eine Frage der Perspektive - Ressourcen und positive Eigenschaften in den Blick nehmen - Pädagogische Strategien im Umgang mit herausforderndem Verhalten - Eigene Grenzen erkennen und klar kommunizieren
Einführung in das Bewusstsein für Neurodiversität
In diesem Workshop erhalten Teilnehmende einen Einblick in das Thema „Neurodivergenz“.
Ziel ist es, grundlegende Kenntnisse über Störungsbilder (z.B.: Autismus-Spektrum-Störung, AD(H)S, FASD, Tourette-Syndrom)zu erwerben,Potenziale zu erkennen und inklusive Umgebungen, z.B.: am Arbeitsplatz zu durchdenken und Ideen für die aktiver Gestaltung mitzunehmen.
Anhand praktischer Beispiele und praxisorientierter Strategien werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Vielfalt neurodiverser Lebensentwürfe sensibilisiert und es besteht dadurch die Möglichkeit, Ängste und dadurch bedingte Barrieren abzubauen.
Der Workshop umfasst sechs Unterrichtseinheiten. Die aufgeschlossene und stärkende Haltung steht dabei im Vordergrund: weg vom Defizitmodell, hin zu einer wertschätzenden Betrachtung.
Ein wertvoller Tag für alle, die das Verständnis für Neurodivergenz erlangen und/oder vertiefen möchten und die ihre Profession inklusiver gestalten möchten.
Mit Tod und Trauer umgehen
Der Tod gehört zum Leben und doch sprechen viele Erwachsene nur ungern darüber. Wird das Thema dann im Alltag plötzlich präsent, etwa durch ein trauerndes Kind, fehlen oft die Worte und die Sicherheit im Umgang damit. Kinder trauern anders als Erwachsene: Sie zeigen ihre Gefühle auf vielfältige Weise, manchmal leise, manchmal überraschend, und sie trauern über andere Verluste, etwa über den Tod eines Haustiers stärker als über den einer entfernten Verwandten. In diesem Seminar reflektieren die Teilnehmenden ihre eigenen Erfahrungen mit Verlust und Trauer und setzen sich mit den Besonderheiten kindlicher Trauer auseinander. Sie erhalten Einblicke in die geschichtliche und gesellschaftliche Entwicklung des Umgangs mit Tod und Trauer, lernen zahlreiche Bilderbücher und Fachliteratur kennen und erfahren, wie ein sogenannter Trauerkoffer eingesetzt werden kann. Darüber hinaus werden kreative Methoden vorgestellt und ausprobiert, die dabei helfen, trauernde Kinder einfühlsam zu begleiten. Die Teilnehmenden erwerben so Sicherheit im Umgang mit trauernden Kindern und erhalten praktische Impulse für den pädagogischen Alltag.