Politik
Kurse (6)
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Gesprächskreis für Politik und Zeitgeschehen
In diesem Gesprächskreis findet ein moderierter Austausch zu aktuellen regionalen, überregionalen und internationalen politisch und gesellschaftlich relevanten Themen statt. Die Teilnehmenden bestimmen die Themen des Gesprächskreises selbst. Bei Bedarf werden auch Expert*innen zu bestimmten Themen eingeladen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Einfach mitmachen, mitdiskutieren und Informationen sammeln.
Frauengesprächskreis
In diesem Gesprächskreis erarbeiten und diskutieren Frauen Themen aus ihrem persönlichen Lebensbereich, aus Gesellschaft und Politik. Die Schwerpunkte liegen dabei auf frauen- und gesellschaftspolitischen Themen, die in kleinen Gruppen oder einzeln erarbeitet und vorbereitet werden. Am ersten Kurstag werden die Themen von den Teilnehmerinnen vorgeschlagen und gewählt.
Ist dauerhafter Frieden möglich?
Die Frage kann in zwei Hinsichten gestellt werden: auf einen laufenden Krieg hin mit dem Problem, wie er beendet werden kann, und auf einen gesellschaftlichen Zustand hin, der Krieg als Problemlösung ausschließt. Um einen dauerhaften Frieden zu erreichen, muss die Gesellschaft friedenspolitisch aufgestellt werden. Dazu sind bisher drei Modelle bekannt. Das republikanisch-demokratische Beteiligungsmodell unterstellt, dass Bürger*innen eines Staates sich nicht für einen Krieg entscheiden, dessen Last und Folgen sie selbst tragen müssen. Das sozio-ökonomische Modell unterstellt, dass ein florierender Handel weit größere Vorteile mit sich bringt als ein Krieg. Das militärtechnische Modell besagt, dass Kriege aufgrund der ernormen Vernichtungskraft der Waffen nicht mehr geführt werden können. Alle drei Ideen haben Voraussetzungen: Selbstinteresse, Rationalität, um das Selbstinteresse sinnvoll umsetzen zu können, und die Existenz einer zentralen Macht, meist des modernen Nationalstaats. Selbstinteresse kann als gegeben unterstellt werden, der vernünftige Umgang damit ist nicht immer garantiert und die Macht der staatlichen Zentralgewalt bröckelt immer wieder und zerfasert in Bürgerkriegszustände. Wir wollen uns die Modelle genauer ansehen und ihre Leistungsfähigkeit bewerten.
Kommunalwahlanalyse
Kommunalwahlen entscheiden über zentrale Fragen des Alltags: Wohnen, Verkehr, Bildung und Umwelt vor Ort. Doch wie lassen sich Wahlergebnisse richtig verstehen? In diesem Kurs werden die Ergebnisse der Kommunalwahl analysiert, außerdem lernen die Teilnehmenden grundlegende Methoden der Wahlforschung kennen und diskutieren politische Trends auf lokaler Ebene. Das Ergebnis einer Kommunalwahl zeigt, wie die Bürger*innen die politische Arbeit vor Ort bewerten. Darüber hinaus lassen sich oft regionale Unterschiede erkennen, etwa zwischen verschiedenen Stadtteilen. Die Ursachen für das Wahlergebnis können vielfältig sein, zum Beispiel lokale Themen, die Bekanntheit von Kandidat*innen oder auch bundespolitische Einflüsse. Abschließend zeigt die Analyse, welche Mehrheiten im Kreistag möglich sind und welche politischen Konsequenzen sich daraus für die zukünftige Entwicklung der Kommune ergeben.
Ungarn nach den Wahlen
Ungarn steht nach den jüngsten Parlamentswahlen vor einer entscheidenden Weichenstellung. Die Frage, wie sich das Land künftig in die Europäische Union einbringt – oder ob es sich weiter von ihr entfernt –, beschäftigt nicht nur Budapest und Brüssel, sondern ganz Europa. Seit Jahren ist das Verhältnis zwischen der ungarischen Regierung und den EU-Institutionen von tiefen Spannungen geprägt: Auseinandersetzungen um Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit und die Unabhängigkeit der Justiz haben das Vertrauen nachhaltig belastet.
Die Wahlergebnisse werfen grundlegende Fragen auf: Welchen Kurs wird die ungarische Politik gegenüber der EU einschlagen? Ist eine Annäherung möglich – oder vertiefen sich die Gräben weiter? Welche Konsequenzen hat das für EU-Fördermittel, die Außenpolitik und die innere Kohäsion der Union? Und welche Rolle spielen dabei gesellschaftliche Kräfte, die in Ungarn für einen anderen Weg eintreten?
Kampagne Herzschlag
Gewalt in Partnerschaften bleibt häufig unsichtbar. Sie geschieht dort, wo sich Menschen eigentlich sicher und geborgen fühlen sollten. Die aktuellen Zahlen der regionalen Polizeilichen Kriminalstatistik zeigen, wie präsent partnerschaftliche Gewalt auch in unserer Region ist: 2025 sind in den Landkreisen Aurich und Wittmund 790 Menschen Opfer von Gewalt in der Partnerschaft geworden. Und das sind nur diejenigen, die polizeilich bekannt sind. Die Anzeigenquote bei psychischer und körperlicher Gewalt liegt laut LeSuBiA-Studie unter 5%.
Die Ausstellung „Herzschlag“ des Landeskriminalamts Niedersachsen rückt dieses Thema in den Fokus und lädt dazu ein, hinzusehen, zuzuhören und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Vom 23.11.2026 bis zum 04.12.2026 ist die Ausstellung in der Kreisvolkshochschule Aurich-Norden am Standort Aurich zu Gast in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund und dem Landkreis Aurich. In der Zeit von 10 bis 18 Uhr wird die Ausstellung begleitet von einer Mitarbeiterin der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund.
Als Ort für Bildung, Begegnung und gesellschaftlichen Dialog möchte die Kreisvolkshochschule Aurich-Norden mit der Ausstellung nicht nur informieren, sondern Gespräche anstoßen, Perspektiven sichtbar machen und zum Hinschauen ermutigen. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Rahmenprogramm mit thematisch passenden Veranstaltungen sowie einer öffentlichen Führung anlässlich des Tags gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2026 in der Zeit von 16 – 18 Uhr. Die Ausstellung steht allen Interessierten offen.