Langzeitfortbildungen
Kurse (4)
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Grund- und Zusatzqualifizierung Praxismentoring
Die fachliche Anleitung, Beratung und Unterstützung der Auszubildenden wird als Praxismentoring bezeichnet und wird in der bundesweiten Diskussion über die Qualität der Fachkräfteausbildung immer wieder als wesentliches Qualitätsmerkmal einer beruflichen Ausbildung genannt.
Durch die Anleitung, Beratung und Unterstützung leisten Praxismentor*innen in Kitas einen wesentlichen Beitrag zu der Entwicklung der Persönlichkeit und der Professionalität der Auszubildenden. Ein konzeptionell verankertes Praxismentoring stärkt nicht nur die Ausbildungsqualität, sondern auch die Qualität der Arbeit in Kitas.
Die Grundqualifizierung besteht aus insgesamt fünf thematisch strukturierten Modulen und richtet sich mit einem Umfang von 48 Unterrichtseinheiten an pädagogische Fachkräfte, die mit der Aufgabe des Praxismentorings betraut sind bzw. sein werden.
Inhalte:
1. Identität als Praxismentorin/ Praxismentor entwickeln
2. Praktische Ausbildung planen und begleiten
3. Auszubildende in der pädagogischen Arbeit beobachten und beurteilen
4. Auszubildende beraten
5. Mit Auszubildenden reflektieren
Die 24 UStd. umfassende Zusatzqualifizierung ermöglicht den Erwerb von Kompetenzen für übergeordnete einrichtungs- oder trägerbezogene Aufgaben im Bereich der Organisation, Weiterentwicklung und Verankerung des Praxismentorings.
Systemische*r Familienberater*in
Die Fortbildung zum/zur „Systemischen Familienberater*in“ legt Gewicht auf die Reflexion eigener Familienthemen und das praktische Einüben der systemischen Beraterhaltung. Die Teilnehmenden lernen an konkreten eigenen Anliegen und Fällen aus ihrer beruflichen Praxis und verbinden so kraftvoll und praktisch Selbsterfahrung, persönliche Entwicklung und Einüben der Methodenkompetenz.
Konsequente Ressourcenorientierung, Übungsauswertungen, achtsame Körperarbeit, kurze Theorie-Inputs und schriftliche Anleitungen sorgen für eine wertschätzende, kreative und lebendige Lernatmosphäre.
Ziele:
• sich selbst und die Beratungsfunktion als Teil eines bzw. mehrerer Systeme erfahren und dazu das eigene Handeln kritisch reflektieren
• eigene Bindungen und erlernte (Familien-)Muster identifizieren und – soweit möglich – auflösen, um präsent klar und einfühlsam mit sich und anderen umgehen zu können
• Erweiterung der Handlungskompetenzen, insbesondere bzgl. Anwendung systemischen Fragens und bewährter (Kurz-)Interventionen
Inhalte:
• Einführung in systemische Modelle und Sichtweisen
• Familientypologien
• Modelle und Regeln in Familiensystemen
• Familiendynamiken, Familienstrukturen
• Ressourcenorientierung in der Beratung
• Skulpturarbeit, Arbeit mit dem Familienbrett
• Rituale zur klaren Generationenabgrenzung
• systemisches Fragen, Minimax-Interventionen
• Grundlagen des zirkulären Fragens
• Umgang mit Konflikten in Familien
• Gewalt und Sucht in Familien
• Kriseninterventionen und Methoden der Deeskalation
• weitere hilfreiche Interventionsstrategien
• Reflexion der eigenen (Berater-) Rolle
• gegenseitige Supervision
Methoden:
• kurzen Lehrvorträgen folgen Diskussionen in Kleingruppen bzw. im Plenum
• Visualisierung an Flip-Chart und Pinnwänden
• Erarbeitung der Praxisteile und Übungen in Kleingruppen mit anschließendem Erfahrungsaustausch und Plenumsauswertung
• vertieftes Üben der Beratungsansätze in selbst organisierten Kleingruppen zwischen den Seminaren
• praktische Erprobung der erlernten Methoden in der beruflichen Praxis, Supervision
• Unterstützung des Lernens durch Übungsblätter, mit Erläuterungen und Hintergrundinformationen
• Fallbeispiele aus der beruflichen Praxis der Teilnehmenden und eigenen Erfahrungen mit Familie
In den ersten Seminartagen steht die Selbsterfahrung im Vordergrund. Dann verlagert sich das Lernen zunehmend auf Interventionen für das eigene Praxisfeld.
Qualifizierung von Leitungen von Kindertageseinrichtungen
Die Leitung einer Kindertageseinrichtung nimmt eine Schlüsselposition für die Qualität der Umsetzung des Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrags sowie der Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit in Kitas ein. Ihre Aufgaben sind sehr vielfältig und hängen zusätzlich von verschiedenen Faktoren wie z.B. Größe der Einrichtung, Träger, Sozialraum und Zusammensetzung des Teams ab.
Zu ihren Aufgaben zählen:
Umsetzung des Erziehungs- und Bildungsauftrags
Betriebsführung und das Management einer Einrichtung
Reflexion und stetige Weiterentwicklung der eigenen Leitungsrolle und Leitungspersönlichkeit, Selbstmanagement und fachliche Positionierung
Führung von Mitarbeitenden
Zusammenarbeit und Kooperation, beispielsweise mit relevanten Akteurinnen und Akteuren im Sozialraum
Organisations- und Qualitätsentwicklung
Um dieser Vielfalt an Aufgaben und den damit verbundenen bildungs-, familien- und gesellschaftspolitischen Ansprüchen gerecht werden zu können, benötigen Kita-Leitungen ein breites Spektrum an Kompetenzen. Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis haben gemeinsam mit dem Niedersächsischen Kultusministerium dieses umfangreiche Curriculum konzipiert.
Die Fortbildung besteht aus 6 Modulen. Zusätzlich zur Präsenszeit von mind. 120 UE sind weitere Übungs- und Selbstlernphasen der Teilnehmenden eingeplant. Für jedes der sechs Module ist eine Transferaufgabe für die Praxis zu bearbeiten. Nach erfolgreicher Teilnahme an der Grundqualifizierung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat des Nds. Kultusministeriums.
Der Kurs richtet sich vorrangig an Leitungen und stellvertretende Leitungen von Kindertageseinrichtungen im Landkreis Aurich und wird im Auftrag des Amtes für Jugend und Soziales durchgeführt. Kostenfrei teilnehmen können nur Leitungskräfte aus Kitas im Landkreis Aurich, die für diese Tätigkeit über ein festgelegtes Stundenkontingent verfügen. Bei freien Kapazitäten ist eine Teilnahme externer Interessierter möglich. Die Kurskosten sind in diesem Fall vollständig selbst zu tragen.
Fachkraft Kleinstkindpädagogik
Frühkindliche Bildung ist ein sensibler Prozess und erfordert spezifische Kompetenzen. Die Gestaltung früher Lern- und Lebenswelten bringen für Kindertageseinrichtungen neue Herausforderungen mit sich, die es zu bewerkstelligen gilt. Die enge Zusammenarbeit mit Eltern, die eine qualitativ hochwertige Betreuung für ihr Kind wünschen, ist einer der wichtigen Aspekte für das Gelingen des frühkindlichen Bildungsprozesses.
Der vhsConcept Lehrgang vermittelt in sieben Modulen eine dem aktuellen Lern- und Wissensstand angemessene Reihe praxisbezogener Inhalte.
Dies sind u.a.:
• Familiäre Rahmenbedingungen und rechtliche Grundlagen
• Pädagogische Grundlagen und Ansätze sowie Werte und Werteentwicklung
• Erziehungspartnerschaft
• Bindung und Eingewöhnung
• Entwicklungspsychologie der ersten Lebensjahre und Verhaltensauffälligkeiten
• Inklusive Beobachtungs- und Dokumentationsmethoden
• Sprache und Kommunikation
• Lerntheoretische Ansätze, Gestaltung inklusiver frühkindlicher Lernprozesse
• Arbeiten mit dem Niedersächsischen Orientierungsplan (NOP)
• Medienbildung
• Körper- und Gesundheitspflege / Gesundheit und Ernährung
• Kommunikation, Dialog und Arbeit im Team
Diese Weiterqualifizierung ist konzipiert für pädagogische Fachkräfte im Berufsfeld Elementarpädagogik, z. B. Erzieher*innen, Spielkreismitarbeiter*innen, Kinderpfleger*innen oder Mitarbeiter*innen mit einem vergleichbaren Abschluss.
Der Lehrgang umfasst insgesamt 278 Unterrichtsstunden, davon 215 Unterrichtsstunden im Präsenzunterricht inkl. des abschließenden Prüfungskolloquiums.
Damit erfüllt der Lehrgang den geforderten Weiterbildungsumfang von 160 Zeitstunden für Teilnehmende der Tarifgruppe S8a, die eine Höherstufung nach S8b anstreben.
Die erfolgreiche Teilnahme wird mit einem Zertifikat von vhsConcept /Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsens e.V. bescheinigt.
Kostenfreie Informationsveranstaltung: Mi., 09.12.2026, 17:00 - 18:00 Uhr, VHS-Bildungszentrum Norden, Uffenstr. 1.
Start: voraussichtlich Frühjahr 2027.
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Andrea Voermann , Marianne Spiesz , Klaus Ewald , ...